CDU Kreistagsfraktion Warendorf  
09.03.2026, 09:09 Uhr

LWL-Haushalt 2026 verabschiedet
Stephan Schulze Westhoff sieht notwendigen Kompromiss mit Lichtblick für den Kreis Warendorf

Münster / Kreis Warendorf. Im Rahmen der jüngsten Sitzung der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe (Westfalenparlament) wurde der Nachtragshaushalt für das Jahr 2026 offiziell verabschiedet. Für den Kreis Warendorf bringt die Neufassung der Planungen eine konkrete finanzielle Verbesserung mit sich: Statt der ursprünglich kalkulierten 110.182.676,39 Euro sinkt die zu leistende Landschaftsumlage auf 106.300.901,88 Euro.

Stephan Schulze Westhoff, CDU-Vertreter in der Landschaftsversammlung, bewertet das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Durch die Anpassung wird der Haushalt des Kreises Warendorf um exakt 3.881.774,51 Euro entlastet.

„Diese Millionen-Entlastung ist ein wichtiges Signal an unsere Kommunen im Kreis Warendorf. Jeder Euro, den wir weniger nach Münster überweisen müssen, stärkt den finanziellen Spielraum vor Ort“, erklärt Schulze Westhoff. Dennoch macht der CDU-Kommunalpolitiker deutlich, dass die Belastungsgrenze erreicht ist: „Ehrlich gesagt hätte ich mir eine noch deutlichere Entlastung für unseren Kreis gewünscht. Die Haushalte unserer Städte und Gemeinden stehen unter massivem Druck.“

Trotz der Kritik an der Gesamthöhe der Umlage betont Schulze Westhoff die Unverzichtbarkeit der Leistungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Der Nachtragshaushalt sichert die Finanzierung der vielfältigen sozialen Aufgaben, insbesondere in der Behindertenhilfe, der Psychiatrie und der Inklusion.

„Wir stehen vor der Herausforderung, die Balance zwischen der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kreise und der Erfüllung unserer gesellschaftlichen Verantwortung zu wahren. Die sozialen Aufgaben des LWL sind immens und steigen stetig an. Der nun verabschiedete Nachtragshaushalt ist daher ein notwendiger Kompromiss, der die Funktionsfähigkeit des LWL sichert, während er gleichzeitig dem Kreis Warendorf zumindest eine spürbare Atempause verschafft“, so Schulze Westhoff abschließend.