Presse u. Neuigkeiten
18.06.2019, 10:43 Uhr
Das Nitratproblem ehrlich und sachgerecht angehen
Die CDU Fraktion des Kreises Warendorf informierte sich jüngst intensiv zu dem aktuellen Stand der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, besonders die Auswirkungen auf die Landwirtschaft im heimischen Kreis Warendorf.
Die WRRL ist eine europaweit abgestimmte Richtlinie, die mit dem Jahr 2000 beginnend, in wiederkehrenden, sechsjährigen Monitoring- Zyklen die Grundwassergüte landesweit beleuchtet.
 
Ziel der europäischen WRRL ist es, die Ressource Grundwasser mengenmäßig und qualitativ möglichst bis zum Jahr 2027 in einem guten Zustand zu halten, bzw. zu überführen.
 

im Vordergrund v.l.n.r.: Herr Guido Gutsche, Herr Thomas Baumhöfer und Herr Ulrich Bultmann
Neben den Einflüssen aus innerörtlichen Gebieten wie z.B. Gewerbe, Industrie und öffentlichen Bereichen fällt den Außenbereichen der Landwirtschaft eine wichtige Rolle zu, um die WRRL-Ziele zu erreichen.
 
Die Fachleute der von der Landesregierung beauftragten Stelle - die Landwirtschaftskammer NRW - mit ihrem Leiter Herr Ulrich Bultmann und dem Fachberater Herr Thomas Baumhöfer, zuständig für die Kreise Warendorf, Münster und Gütersloh informierten die Mitglieder der Kreistagsfraktion ausführlich und umfänglich.
Besonders die Thematik der Nitratwerte im Grundwasser, deren Entwicklung, Bedeutung und möglichen Ursachen wurden von den Fachleuten vorgestellt.
 
Die komplexen Zusammenhänge bei der Entstehung der Nitratwerte gerade im Grundwasser, deren Abhängigkeit von der Bewirtschaftung der Fläche und der große Einfluss des Wetters, besonders der Niederschläge wurden ausführlich dargestellt.
 
Nitrat ist als wasserlösliche Stickstoffform pflanzenverfügbar und somit eine wichtiger Baustein in der Pflanzenernährung. Zu große oder nicht aufgenommenen Mengen können Bodenart abhängig mehr oder weniger stark ins Grundwasser gelangen. Diese Werte werden in sogenannten Messstellen landesweit erfasst, die ausgewerteten Messstellen wurden, um eine größere Aussagekraft zu erhalten, in NRW inzwischen deutlich erhöht. Die Ergebnisse veränderten sich nur unwesentlich. Somit wurden und werden größere Bereiche des Kreis Warendorf einer höheren Belastungstufe zugeordnet. Geändert hat sich allerdings die Bewertungsgrundlage bei gleichen Messwerten. Musste in der Vergangenheit nur der Durchschnitt aller Messstellen in einem Grundwasserkörper unter 50 mg Nitrat liegen, um als gut eigestuft zu werden, so reicht es inzwischen aus, wenn eine Messstelle über 50 mg Nitrat liegt, wenn sie gleichzeitig 20% oder mehr des Grundwasserkörpers repräsentiert, um den ganzen Grundwasserkörper als gefährdet zu betrachten.
 
Hier wurde das Zustandekommen der Messwerte hinterfragt und es stellte sich heraus, das einige hohe Nitratwerte nicht nur auf die Düngung zurückzuführen waren.
Gerade diese Einflüsse müssten von der für die Messungen zuständigen Stelle, dem LANUV, herausgenommen werden. Es wurde die nicht fachgerechte Vorgehensweise diskutiert.
Das Ziel der heimischen Landwirtschaft, gesunde Nahrungsmittel im Einklang mit der Umwelt für die Menschen zu produzieren, ist seit Generationen bewiesen. Die Bewirtschaftung der Flächen ist eine verantwortungsvolle, generationsübergreifende Aufgabe. Diese Einstellung findet die CDU Fraktion gerade hier im Kreis Warendorf. Aus der heimischen Landwirtschaft ist die bedarfsgerechte Düngung und damit die Verringerung der Gefahr der Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser bekannt. Darüber hinaus werden immer neue Wege gesucht, die gesetzlichen Vorgaben zu übertreffen, dazu werden auch häufig nicht unerhebliche finanzielle Mittel aufgewandt. Diese Bemühungen wurden ausdrücklich begrüßt. Darüber hinaus sieht die Fraktion noch Handlungsbedarf die heimische Landwirtschaft auf diesem Weg weiter zu unterstützen.
Neben dem Ausbau der Lagerkapazitäten für organische Dünger wäre die jahreszeitlich angepasste Ausbringung mit entscheidend. Leider wurde auf Bundesebene nun eine pauschale Kürzung der notwendigen Nährstoffe beschlossen, was eher den Ertrag schmälert aber nicht die Gefahr der Auswaschung verringert.(Haben wir noch nicht im Detail was dort beschlossen wurde…) Hingegen wäre eine deutlichere Reduzierung der herbstlichen Ausbringung organischer Dünger zielführender. Die CDU Fraktion nutzt seine politischen Kontakte zur Landes- und Bundesebene, um diesen fachlich anerkannten Weg für die heimische Landwirtschaft zu ermöglichen.
 
 
 

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