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Presse
10.08.2010, 08:49 Uhr | Übersicht | Drucken
Rot-grüne Politik geht zu Lasten des Kreises Warendorf
Sommergespräch von CDU und FDP


Zum diesjährigen politischen Sommergespräch trafen sich der Fraktionsvorsitzende der CDU, Karl-Wilhelm Hild, und der FDP-Kreistagsfraktionsvorsitzende Markus Diekhoff in Warendorf.
 
Im Mittelpunkt standen die möglichen Folgen der angekündigten Politik der rot-grünen Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen für den Kreishaushalt und die Haushalte der Städte und Gemeinden. „Mit großer Sorge sehen wir die ungebremste Bereitschaft der Landesregierung die Neuverschuldung in die Höhe zu treiben“, kritisiert Diekhoff. Zusätzliche 3,1, Milliarden Schulden auf die schon vorhandenen Altschulden von mehr als 125 Milliarden Euro aufzuladen, verstoße gegen das Gebot der Nachhaltigkeit und der Generationengerechtigkeit. „Wir erreichen in NRW griechische Verhältnisse. Das ist unerträglich“, moniert auch Karl-Wilhelm Hild (CDU).


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Zum politischen Sommergespräch trafen sich die Fraktionsspitzen von CDU und FDP. Karl-Wilhelm Hild (l. CDU) und Markus Diekhoff (r. FDP) kritisieren die Auswirkungen der Pläne der rot-grünen Minderheitsregierung auf den Kreis Warendorf scharf.
"Der Abbau von Schulden, nicht der Aufbau von Neuschulden, muss auf allen Ebenen das Gebot der Stunde sein", ergänzt FDP-Fraktionschef Diekhoff energisch und mahnt das auch für den aufzustellenden Kreishaushalt 2011 als gemeinsam mit der CDU verabredetes Ziel an.
 
Ein kommunaler Finanzausgleich zu Lasten des ländlichen Raums sowie des Kreises Warendorf, so verstehen Hild und Diekhoff die Erklärungen in der Koalitionsvereinbarung von SPD und Grünen. „Unsere Städte und Gemeinden und wir als Kreis Warendorf sollen in der Solidargemeinschaft für Teile der Altschulden der Städte an Rhein und Ruhr aufkommen“, erklärt Hild. Der veränderte Hauptansatz, der die "besonderen Lasten" der Großstädte im Ruhrgebiet und am Rhein berücksichtigen soll, gehe voll auf Kosten des ländlichen Raums. „Wenn die geplanten 600 Millionen Euro für die Großstädte aus Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs genommen werden sollten, würde dies den Kreishaushalt mit zwei Millionen Euro belasten“, so Diekhoff (FDP). „Das könnten wir im Kreishaushalt nicht auffangen und ginge folglich durch eine Erhöhung der Kreisumlage direkt zu Lasten der Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf. Das ist nicht akzeptabel.“
 
Auch die anderen rot-grünen Projekte, wie beitragsfreie Kindergärten oder die Auflösung der Sonderschulen zugunsten der vollständigen Integration der betroffenen Kinder an die Regelschulen, ständen ohne konkrete finanzielle Deckungsvorschläge im Raum und würden nach aktuellem Stand zu erheblichen Mehrbelastungen der kommunalen Haushalte führen. „Da hilft zur Gegenfinanzierung auch nicht die Rückgabe der Anteile an der Gewerbesteuer in Höhe von 300 Millionen oder die Pläne zur Wiedereinführung der Jagdsteuer, welche CDU und FDP im Kreistag ohnehin ablehnen“, so Hild.
 
Unerträglich ist für CDU und FDP im Kreis auch die Absicht der rot-grünen Landesregierung im Landesstraßenbau alle Maßnahmen zu stoppen, die noch keine Baureife erlangt haben. Davon wären im Kreis fünf Umgehungsstraßenprojekte in Freckenhorst, Oelde/ Ennigerloh, Dolberg, Sendenhorst und Beckum betroffen. „Das ist ein weiterer schwere Schlag für die Entwicklung der Infrastruktur im Kreis Warendorf“, bemängelt Diekhoff. Und der CDU Fraktionsvorsitzende Hild sieht gar eine nachhaltige Verhinderung des wirtschaftlichen Wettbewerbs der Regionen. „Das ist die Folge einer solchen unverantwortlichen Politik und das ist nicht hinnehmbar“.

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